Nicht vorgegebene Theologie (2024)

Bernhard Lauxmann: Eine nicht vorgegebene Theologie. Das PT-Modell Wilfried Engemanns und seine kritische Stoßrichtung

In: B. Laux­mann / F. Wey­en / I. Nord / F. M. Lüt­ze (Hrsg.): Frei­heit – Lie­be – Gelas­sen­heit. Anthro­po­lo­gi­sche Flucht­punk­te der Theo­lo­gie (FS Wil­fried Enge­mann). Leip­zig: Evan­ge­li­sche Ver­lags­an­stalt 2024, 71–92.

Die­ser Arti­kel wid­met sich dem Theo­lo­gie­trei­ben Wil­fried Enge­manns und sei­nem Ver­ständ­nis von Prak­ti­scher Theo­lo­gie. Es wer­den wich­ti­ge Aspek­te, Ent­wick­lungs­li­ni­en, Poin­ten und auch blin­de Fle­cken sei­ner Theo­lo­gie dar­ge­stellt. Die­se wird dabei als eigen­wil­li­ge Quer­trei­be­rin gegen­über ein­ge­spiel­ten Mus­tern inter­pre­tiert, die heu­ti­gen Theolog:innen eine Hal­tung lei­den­schaft­lich­ge­las­se­ner Zeug:innenschaft anemp­fiehlt.

Mein Bei­trag ana­ly­siert also das theo­lo­gi­sche Modell Wil­fried Enge­manns und des­sen Bedeu­tung für die Prak­ti­sche Theo­lo­gie. Er zeigt, wie Enge­mann in sei­ner Arbeit wich­ti­ge Aspek­te aus ver­schie­de­nen Dis­zi­pli­nen auf­greift, dar­un­ter Impu­lase aus der Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se, der Semio­tik und der Prak­ti­schen Phi­lo­so­phie. Dass sein Modell dabei auf den Basis­ele­men­ten Per­so­nen, Zei­chen und Situa­tio­nen basiert und dar­auf abzielt, Men­schen ein Leben in Frei­heit, Lie­be und Gelas­sen­heit durch die Kom­mu­ni­ka­ti­on des Evan­ge­li­ums zu ermög­li­chen, wird anhand der Theo­rient­wick­lung einer­seits und kon­kre­ter gra­fi­scher Model­le ande­rer­seits erläu­tert. Ich beleuch­tee zudem Enge­manns Ansät­ze in den Berei­chen Seel­sor­ge, Pre­digt und Got­tes­dienst und beto­ne im Gefol­ge sei­ner Theo­rie­bil­dung die Not­wen­dig­keit einer kri­ti­schen For­schungs­hal­tung gegen­über eta­blier­ten Mus­tern und Ver­all­ge­mei­ne­run­gen.