Christsein (2018-)

2018–2024: Christsein in der Spätmoderne.

Doing Sin­gu­la­ri­ty und die Ein­zig­ar­tig­keit des Chris­ten­men­schen im 21. Jahr­hun­dert (Habi­li­ta­ti­ons­pro­jekt)

Was heißt Christ­sein – und wie geht das? Wie die Gesell­schaft, so folgt auch das Christ­sein heu­te einer Logik des Beson­de­ren. Es ist Doing Sin­gu­la­ri­ty. Das ein­zig­ar­ti­ge Pri­vat­ri­tu­al, die unver­wech­sel­ba­re reli­giö­se Bio­gra­fie, ein per­sön­lich­keits­spe­zi­fi­sches Cre­do, die bewusst zusam­men­ge­stell­te Patch­work-Reli­gi­on – all das steht in der Gesell­schaft der Sin­gu­la­ri­tä­ten hoch im Kurs. Selbst der römi­sche Papst kri­ti­siert mitt­ler­wei­le Stan­dard­mo­del­le fürs Christ­sein. Im Rück­griff die Theo­rie­bil­dung des Sozio­lo­gen Andre­as Reck­witz ana­ly­sie­re ich kon­kre­te Online- und Off­line­prak­ti­ken, durch die Chris­ten und Chris­tin­nen abseits tra­di­tio­nel­ler Stan­dard­pro­gram­me ihren christ­li­chen Lebens­stil beson­dern und so ihre christ­li­che Iden­ti­tät pro­fi­lie­ren. Im Fokus ste­hen dabei exem­pla­ri­sche SNS-Akteur*innen (SNS = Social Net­work Sites). Ziel ist ein sozio­theo­lo­gi­scher und zeit­ge­nös­si­scher Bei­trag zum Ver­ständ­nis des spät­mo­der­nen Christ­seins, der vor allem auch um den Wert kul­tur­kos­mo­po­li­ti­scher Offen­heit weiß. Denn: Ein Christ­sein, das wirk­lich zu dir passt, setzt in der Späto­d­erne die Kom­bi­na­ti­on einer Viel­zahl unter­schied­li­cher Ele­men­te ver­schie­de­ner kul­tu­rel­ler Her­kunft vor­aus. Das heißt auch: Ein kul­tu­rell »rei­nes Christ­sein« gibt es nicht.

Pos­ter des Pro­jekts (PDF)